Amphibien- und Reptilienschutz aktuell


Aktuelles:

- Amphibienwanderung 2012

- Aufruf zur Meldung von Erdkröten-Straßenopfern

     (aktuell wurden 26.674 überfahrene Erdkröten gemeldet)

- Internationale Fachtagung 2012

- Die Erdkröte - Lurch des Jahres 2012

- Internationale Fachtagung 2011


Amphibienwanderung 2012

08.05.2012:

Inzwischen sind die Amphibienwanderungen der Frühlaicher größtenteils abgeschlossen. Vereinzelt werden noch wandernde Nachzügler, vorallem Erdkröten, gemeldet. Bis heute wurden uns 26.674 überfahrene Erdkröten aus dieser Saison gemeldet.

26.04.2012:

Mittlerweile erhalten wir keine Meldungen mehr über Hinwanderungen, vereinzelt werden aus dem Norden Hinwanderungen von den Spätlaichern gemeldet. Hingegen ist die Zahl der gemeldeten Erdkröten die überfahren wurden weiterhin gestiegen. Die aktuell gemeldete Zahl beträgt 23.995. Einzelheiten über den Stand der Wanderungen sowie über das aktuelle Laichgeschehen finden Sie unter www.nabu.de

Falls jemand seine Daten über überfahrene Erdkröten noch nicht gemeldet hat, kann dies unter Straßenopfer nachgeholt werden. Wir möchten allerdings darauf hinweisen, dass eine Meldung zwar weiterhin möglich ist, aber zum Stichtag 15.05.2012 ein vorläufiges Endergebnis mit anschließender Berichtserstattung in der Presse ausgewertet werden soll. Bitte tragen Sie deshalb ausstehende Meldungen bis zum 14.05 in das Meldeformular ein. In diesem Zuge wird auch eine Auswertung über die Schutzzaundatenbank durchgeführt, hierzu bitten wir auch darum, die diesjährigen Ergebnisse zeitnah unter der Zaundatenbank einzutragen.

16.04.2012:

Die Meldungen von der Amphibienwanderung nehmen nun immer stärker ab. In den meisten Landesteilen ist die Amphibienwanderung abgeschlossen und die Amphibien befinden sich bereits wieder in den Landhabitaten. Der Laich wurde abgelegt und die Meldungen von ersten geschlüpften Larven steigen nun an. Mittlerweile wurden bundesweit insgesamt 22.434 überfahrene Erdkröten gemeldet.

10.04.2012:

Die Meldungen von Straßenopfern sind heute bundesweit auf 21.944 überfahrene Erdkröten gestiegen. Meldungen von Hin- und Rückwanderungen nehmen kontinuierlich ab, größtenteils haben die Erdkröten die Laichgewässer erreicht und sind teilweise bereits auf der Rückwanderung.

07.04.2012:

Bis heute um 7:00 Uhr wurden uns bundesweit 21.179 überfahrene Erdkröten gemeldet. Die Berichtserstattung und Meldungen von wandernden Amphibien an den Zäunen nimmt nun kontinuierlich ab. Vielerorts machen sich die Amphibien bereits auf den Rückwg in ihre Landlebensräume. Bitte melden Sie uns wo die Wanderungen noch im vollen Gange oder wo die Wanderungen bereits abgeschlossen sind, damit wir darüber berichten können.

04.04.2012:

Die Meldungen von Straßenopfern sind heute bis 22:30 Uhr auf 19.401 überfahrene Erdkröten gestiegen. Der Regen in der letzten Nacht brachte vielerorts den Höhepunkt der diesjährigen Amphibienwanderung mit sich. Mittlerweile werden aus fast allen Landesteilen die ersten Rückwanderer gemeldet, die bereits ihre Laichballen und -Schnüre erfolgreich abgelegt haben und sich nun in die Landhabitate zurückziehen. So ist an manchen Schutzzäunen auch Chaos angesagt, wenn von "Rechts" die ersten Rückwanderer und von "Links" die letzten Hinwanderer kommen. An solchen Stellen müssen die Zäune stellenweise geöffnet werden um den Amphibien die Rückwanderung zu ermöglichen, gerade in der Zeit wo keine Helfer vor Ort sind. Dies bringt natürlich auch wieder die Gefahr mit sich, dass viele Amphibien überfahren werden.

Bitte melden Sie auch weiterhin gefundene überfahrene Erdkröten unter: Straßenopfer

03.04.2012:

Bis heute um 06:20 Uhr wurden bundesweit 18.478 überfahrene Erdkröten gemeldet.

Eine besonders schockierende Meldung haben wir am 30.03.2012 von dem NABU St. Ingbert erhalten. An einem Weiher wird in Rohrbach (Saarland) ein 200m langer Amphibienschutzzaun aufgestellt und von der NABU Ortsgruppe betreut. Als die Betreuer am 24.03.2012 die Eimer am Zaun leeren wollten, fanden Sie einen schrecklichen Anblick. Ein bisher unbekannter Täter hatte in der Nacht zuvor, Salz über die Amphibien in den eingegrabenen Eimern gestreut. Knapp 300 Erdkröten mussten durch das Salz, welches die Amphibien innerhalb kürzester Zeit austrocknen lässt, qualvoll sterben. Es wurde Anzeige erstattet, in der Presse berichtet und für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters/der Täterin führen, setzt der NABU St. Ingbert eine Belohnung von 300,- Euro aus.


schrecklicher Anblick - ein Eimer voller toter Erdkröten - ein unbekannter Täter streute Salz über die wehrlosen Amphibien.


ausgetrocknet und aufgebläht. Das Salz entzieht der Amphibienhaut die lebensnotwendige Feuchtigkeit

01.04.2012:

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute um 09:00 Uhr auf 16.440 überfahrene Erdkröten gestiegen.

Frostige Nächte lassen nun die Wanderungen wieder etwas ins Stocken geraten. Bei vielen ist der Laichdruck jedoch so groß, dass vereinzelt nun auch am Tag gewandert wird. Und noch viel schlimmer, Laichballen und -schnüre werden auf dem Land abgelegt.

Eine detailierte Beschreibung der Wanderaktivität in den letzten Tagen finden Sie unter: www.nabu.de

Mancherorts fangen nun aber schon auch die Rückwanderung nach erfolgreicher Laichablage statt. Besonders hier ist mit vielen Verkehrsopfern zu rechnen, da die Zäune die bei der Hinwanderung die Amphibien schützen nun teilgeöffnet oder sogar abgebaut werden müssen. Wir bitten weiterhin überfahrene Erdkröten zu melden, unter: Straßenopfer

30.03.2012:

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute um 06:00 Uhr auf 15.383 überfahrene Erdkröten gestiegen.

28.03.2012:

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute um 06:00 Uhr auf 14.396 überfahrene Erdkröten gestiegen.

Vielerorts ist es jetzt wichtiger dennje überfahrene Erdkröten zu melden. An einigen Stellen sind bereits die meisten Erdkröten an den Laichgewässern angekommen, andererorts kommen die Erdkröten erst jetzt richtig in Schwung, vereinzelt werden schon Rückwanderungen gemeldet.

Wir bitten Sie weiterhin die Augen offen zu halten und gesichtete überfahrene Erdkröten unter Straßenopfer zu melden.

27.03.2012:

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute um 05:30 Uhr auf 13.336 überfahrene Erdkröten gestiegen.

Die Opfermeldungen steigen weiter, bundesweit werden nun täglich mehr als 1.000 Erdkröten tot auf den Straßen gefunden. Hierbei sei noch angemerkt, dass die meisten Meldungen von Straßenabschnitten stammen, an denen bereits Naturschützer aktiv den wandernden Amphibien helfen. Trotzdem fallen auch hier häufig Amphibien dem Straßenverkehr zum Opfer. Gründe dafür können unter anderem sein, dass die Zäune teilweise beschädigt sind, bewusst demoliert und zerstört werden, die Zaunlänge nicht ausreicht oder zu wenige Helfer zur Verfügung stehen. Man mag sich garnicht vorstellen, wieviele Erdkröten dem Straßenverkehr zum Opfer fallen, an Straßenabschnitten die überhaupt nicht betreut oder beobachetet werden. Wie es derzeit an vielen Straßenabschnitten in den frühen Morgenstunden aussieht, sollen die untenstehenden Bilder verdeutlichen.


diesem Erdkrötenmännchen wurde wortwörtlich das Fell über die Ohren gezogen


dieses Erdkrötenmännchen wurde von einem Kleinbus gestreift. Trotz das der Fahrer um besondere Vorsicht gebeten und darauf hingewiesen wurde, dass dieser Waldweg nicht befahren werden darf  ("Schilder weisen auf das Fahrverbot hin"). Fazit: Der Fahrer gab bewusst noch mehr Gas und hinterließ vor den Augen der Naturschützer ein Blutbad...

25.03.2012:

Die Meldungen von überfahrenen Erdkröten sind bis heute Abend auf 12.007 bundesweit gestiegen. Weiterhin frühsommerliche Temperaturen am Tag und nächtliche Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt bis zu 7°C lassen vielerorts die Wanderaktivitäten stocken. An windstillen und feuchteren Bereichen wandern jedoch beachtliche Mengen, sodass mancherorts ein Großteil der Amphibien bereits an den Laichgewässern angekommen sind.

24.03.2012: weit über 10.000 überfahrene Erdkröten gemeldet!!!

Bis heute Morgen gegen 8:30 Uhr sind uns 10.658 überfahrene Erdkröten bundesweit gemeldet worden. Voraussichtlich werden heute noch einige Meldungen von der letzten Nacht eingehen. Wie gestern bereits angekündigt, herrschen zwar Nachts derzeit keine geeigneten Temperaturen und es ist eigentlich viel zu trocken, aber die Tagtemperaturen und der jahreszeitliche Druck animieren weiter die Erdkröten zu den Laichgewässern zu wandern. Große Massenwanderungen stellten bis jetzt zwar die Ausnahme dar, aber weiterhin sind die Helfer an den Schutzzäunen gefragt, um die Amphibien sicher über die Straßen zu tragen. Die Amphibien, welche bereits an ihren Laichgewässern angekommen sind, beginnen sogar mit der Balz. Mancherorts sind bereits Laichballen und -schnüre gefunden worden. Auch die Moorfrösche färben sich nun in Nord- und Ostdeutschland blau. Eine Meldung von dem Beginn der ersten rückwandernden Erdkröten ist eingegangen. Die Wanderaktivität wird bei bleibenden Temperaturverhältnissen weiterhin konstant mit Trend nach oben für die nächsten Nächte geschätzt.

23.03.2012: Erdkröten haben die Nase voll!!!

Weiterhin bestehen vielerorts noch keine geeigneten Temperaturen für den großen RUN der Erdkröten. Auch die Trockenheit spielt hier eine große Rolle. Nun reicht es aber auch den Erdkröten und sie haben sozusagen die Nase voll, von den kalten Temperaturen. Heute Nacht gegen 4:00 Uhr konnte die Redaktion in Idar-Oberstein (RLP) bei einer Temperatur von 3,7°C auf einem ca. 3 km langen Waldweg der zum Schloßweiher führt 452 Erdkröten sicher zu den Laichgewässern tragen. Am Laichgewässer angekommen, war bereits ein lautstarkes Konzert der Grasfrösche zu hören, auch die ersten Erdkröten waren im Gewässer bei den Paarungsrufen zu hören - bei 3,6°C.

"Im Umfeld des Schloßweihers raschelte es überall im Laub, hunderte Erdkröten krabbelten zum Gewässer. Beeindruckend das hier am Rande des Hunsrück bereits bei diesen kalten und trockenen Temperaturen die Wanderung bereits im vollen Gange ist", so Sascha Schleich, Sprecher des Bundesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik und Redaktion. "Hier werden die sehr milden und fast schon frühsommerlichen Tagestemperaturen zusammen mit dem jahreszeitlichen Druck der Erdkröten eine große Rolle spielen".

Die Meldungen steigen aber auch aus den anderen Bereichen Deutschlands. So leider auch die Meldungen von überfahrenen Erdkröten und Begleitarten. Bisher wurden 9735 überfahrene Erdkröten für diese Saison bundesweit gemeldet - Tendenz "stark steigend".

Detailierte Infos zu dem aktuellen Wandergeschehen finden Sie unter www.nabu.de

21.03.2012:

Durch nächtliche Temperaturen unter 0 Grad ist die Amphibienaktivität vielerorts wieder zum erliegen gekommen. Die Meldungen von überfahrenen Erdkörten sind auf 7674 gestiegen, bei einem Großteil handelt es sich um Beobachtungen vom letzten Wochenende, wo die Termperaturen noch amphibienfreundlicher waren.

19.03.2012:

Update:

Über Tag sind die Meldungen auf 7159 überfahrene Erdkröten gestiegen, die größtenteils in der vergangenen milden und regnerischen Nacht gefunden wurden. Vielerorts sind für diese Nacht wieder Temperaturen um den Gefrierpunkt gemeldet, sodass mit einem Rückgang der Wanderaktivität gerechnet werden kann. Erst zum Wochenende hin sind laut dem Wetterdienst wieder amphibienfreundlichere nächtliche Temperaturen gemeldet.

Die Niederschläge am Wochenende haben vielerorts die Amphibienwanderung richtig in Gang gesetzt. An einigen besonders warmen Stellen an denen Niederschläge dazu kamen, konnte sogar der Höhepunkt erreicht worden sein, was allerdings noch die Ausnahme bundesweit gesehen darstellt. Die Meldungen steigen aber bundesweit, so auch die Anzahl der wandernden Erdkröten die gerettet wurden, aber auch die Anzahl der Straßenopfer. Dort wo die Braunfrösche bereits am Laichgewässer angekommen sind, werden diese aufgrund der frühlingshaften Tagtemperaturen, meist mit Sonnenschein, zur Paarung animiert und setzen die Laichballen ab, welche nun verstärkt gemeldet werden.

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute um 06:00 Uhr auf 5608 überfahrene Erdkröten gestiegen. Sodass wir in den letzten beiden Tagen eine Zunahme von über 1000 Straßenopfern registrieren konnten.

18.03.2012:

Traurige Zwischenbilanz zum Sonntagnachmittag. Die Opfermeldungen sind bis heute 15:45 Uhr (bundesweit) auf 5031 überfahrene Erdkröten gestiegen.

17.03.2012:

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute auf 4439 überfahrene Erdkröten gestiegen. Die Meldungen von gesichteten Erdkröten nehmen aus ganz Deutschland zu. Trotz der Trockenheit animieren die warmen Temperaturen die Amphibien - allerdings noch in geringer Stückzahl - zu ihren Laichgewässern zu wandern. Vielerorts sind für Morgen Niederschläge gemeldet, an diesen Stellen muss mit einer erhöhten Wanderbereitschaft und höheren Individuenzahlen in der kommenden Nacht gerechnet werden.

16.03.2012:

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute auf 3879 überfahrene Erdkröten gestiegen. Eine bemerkenswerte Meldung war der Fund von 21 Wechselkröten bei Altendiez in RLP, tagsüber sind diese bereits im Laichgewässern lautstark bei den fast frühsommerlichen Temperaturen am trällern. Auch heute wird es tagsüber mit stellenweise bis zu 20°C sehr frühlingshaft, sodass die Amphibien die bereits in den Laichgewässern angekommen sind stellenweise mit der Paarung und Eiablage beginnen können. Aus Rheinland-Pfalz erhalten wir vermehrt Meldungen von bereits gesichteten Laichballen von Gras- und Springfrosch.

14.03.2012:

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute auf 3697 überfahrene Erdkröten gestiegen.

13.03.2012:

Die Meldungen nehmen weiterhin zu. Mittlerweile werden bundesweit gesichtete Amphibien, meist einzelne Tiere, gemeldet. Vor allem die Erdkröten halten sich weiterhin mit einzelnen Exemplaren zurück. Dagegen sind die Frühlaicher wie beispielsweise Gras- und Springfrosch schon vielerorts zahlreich in den Laichgewässern eingetroffen und selbst erste Laichballen wurden gemeldet. Falls die Wettervorhersage stimmt, dass bis nächste Woche bundesweit verzeinzelt leichte Niederschläge von Nord nach Süd zu erwarten sind, werden auch die Erdkröten richtig in Wanderlaunde kommen, zumal die Temperaturen jetzt schon geeignet sind, es fehlt vielerorts lediglich an Feuchtigkeit. Weiterhin negativ beeinflußt werden die geeigneten Temperaturen durch kühlen Wind.

Eine ausführliche Wanderaktivitätsbeschreibung der letzten beiden Tage finden Sie auf: www.nabu.de

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute auf 3547 überfahrene Erdkröten gestiegen.

Wir bitten auch weiterhin darum jede einzelne überfahrene Erdkröte unter Straßenopfer zu melden. Es ist hierbei nicht wichtig, eine möglichst hohe Zahl zu melden! Jede einzelne überfahrene Erdkröte ist bei diesem Meldeaufruf wichtig, um ein möglichst genaues bundesweites Ausmaß ermitteln zu können. Hierbei sind natürlich auch Straßenopfer gefragt, die bspw. wegen eines vorbeifahrenden Auto, durch die Luftverwirbelung ums Leben gekommen sind.

12.03.2012:

Die weiterhin amphibienfreundlichen Temperaturen lassen die Amphibien nun langsam zahlreicher wandern. In den nächsten Nächten ist mit einer erhöhten Wanderbereitschaft zu rechnen. Uns erreichten heute Meldungen von Wanderaktivitäten der Erdkröte in Niedersachsen (Kreis Göttingen), in Thüringen (Ilm-Kreis und Gehren) sowie in Baden-Württemberg (Allensbach). Weitere Meldungen von Moorfrosch, Teichmolch und Grasfrosch in Gehren, Erdkröten in Hessen bei Otzberg-Lengfeld und erste Sichtung von Grasfroschlaichballen in Hessen im Werra-Meißner-Kreis. In Berlin dagegen konnten bereits im NSG "Falkenberger Rieselfelder" bis auf die Wechselkröte alle im Gebiet vorkomenden Arten gefunden worden (Teich-Kammmolch, Moor-, Gras- und Teichfrosch, Erd- und Knoblauchkröte und heute die erste Rotbauchunke). Auch an der Elbe sind mittlerweile alle Arten gesichtet worden. Bei den warmen Temperaturen konnte die Redaktion selbst heute an einem Weiher bei Kusel in Rheinland-Pfalz während eines Balzkonzert von mindestens 80 Grasfröschen in der Mittagspause bei strahlend blauem Himmel entspannen.

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute auf 3241 überfahrene Erdkröten gestiegen.

11.03.2012:

Die letzte Nacht brachte mit milderen Temperaturen und leichtem Nieselregen die Amphibienwanderung wieder leicht auf Touren. Auch die nächsten Nächte sind laut Wetterdienst sehr amphibienfreundlich gemeldet, sodass mit einer erhöhten Wanderbereitschaft gerechnet werden kann. Auch in Gebieten wo bisher noch keine Amphibien beobachtet wurden, könnte die nächsten Nächte die Wanderung eintreten.

Der große RUN ist allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen.

Erste Wechselkröten wurden in Rheinland-Pfalz gesichtet.


erste Wechselkröte im Laichgewässer gesichtet / (RLP) - M. Hochheim

Neben zahlreichen Erdkröten- und Teichmolchmeldungen wurden die ersten Kammmolche in fast vollständiger Wassertracht im Passauer Raum gemeldet.

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute auf 2856 überfahrene Erdkröten gestiegen.

08.03.2012:

Die Meldungen sinken zusammen mit den nächtlichen Temperaturen weiter. Trotzdem steigen die Meldungen von überfahrenen Erdkröten und Begleitarten weiter an.

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) bis heute auf 2179 überfahrene Erdkröten gestiegen.

05.03.2012:

Die Meldungen sinken zusammen mit den nächtlichen Temperaturen weiter. Trotzdem steigen die Meldungen von überfahrenen Erdkröten und Begleitarten weiter an.

Die Opfermeldungen sind (bundesweit) heute auf 1762 überfahrene Erdkröten gestiegen.

Neben Bildern von Zaunaktionen, -aufbau und bereits über die Straßen getragenen Amphibien, haben wir heute auch die untenstehenden Fotos von überfahrenen Amphibien erhalten.


Überfahrene männliche Erdkröte / Göttschied (RLP) - S. Schleich


männlicher Teich- und Fadenmolch / Monzingen (RLP) - K-H. Fuldner, die Folgen der Druckluft von vorbeifahrenen Autos mit mehr als 30 km/h.


trächtiges Kammmolchweibchen / Lüchow-Dannenberg (NS) - C. Fischer, dieser Kammmolch kann nicht mehr am Reproduktionsgeschehen teilnehmen - Todesursache -> Druckluft eines vorbeifahrenden Auto mit mehr als 30 km/h.

04.03.2012:

Die Meldungen sinken zusammen mit den nächtlichen Temperaturen weiter.

Die Opfermeldungen sind bundesweit in den beiden letzten Tagen auf 1367 überfahrene Erdkröten gestiegen.

02.03.2012:

Update: Die Opfermeldungen sind auf 1263 überfahrene Erdkröten gestiegen.

Heute Nacht stiegen die Meldungen von überfahrenen Erdkröten weit über das doppelte auf 815 Straßenopfer an. Meldungen von wandernden Erdkröten, Molchen und Grasfröschen erreichten uns weiterhin aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern, auch die Individuenanzahl steigt mancherorts sichtbar an. In Rheinland-Pfalz beginnt nun allmählich auch das Wandergeschehen, so konnten wir heute Nacht die ersten Grasfrösche bereits bei der Paarbildung im Hunsrück beobachten, Erdkröten halten sich allerdings noch zurück. Auch heute Nacht werden größtenteils amphibienfreundliche Temperaturen gemeldet. Ab Morgen soll es wieder kälter werden, sodass die Wanderaktivitäten über das Wochenende vermutlich abnehmen werden.

01.03.2012:

Die Meldung sind in den letzten beiden Tagen stark zurückgegangen, trotz der einigermaßen amphibienfreundlichen Wetterbedingungen. Dafür wurden an den wenigen Stellen wo Wanderungen stattgefunden haben schon beachtliche Individuenzahlen von mehreren hundert verzeichnet. Vereinzelte Meldungen aus Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und die Erstbeobachtung in Rheinland-Pfalz wurden uns gemeldet.

Die gemeldete Anzahl hat sich in den beiden letzten Tagen fast verdoppelt und ist bundesweit auf 378 Straßenopfer gestiegen.

29.02.2012:

Temperaturen von stellenweise bis zu 10°C haben vergangene Nacht wieder zur Wanderstimmung bei den Amphibien geführt. Die meisten Meldungen erhielten wir aus Nordrhein-Westfalen. Hier wanderten teils schon größere Mengen der Erdkröte, neben Grasfrosch, Teich- und Fadenmolch. Auch in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein waren Zaunbetreuer unterwegs um weiterhin vereinzelte Amphibienwanderer zu sichten. Auch die nächsten beiden Nächte werden regional gute Witterungsbedingungen für die Amphibien laut Wetterdienst mit sich bringen. Allerdings sollen die nächtlichen Temperaturen ab dem Wochenende wieder sinken, sodass mit weniger Sichtungen gerechnet werden muss und auch der große "RUN" ist noch nicht in Sicht.

Die Anzahl der gemeldeten Straßenopfer stieg auf 194.

27.02.2012:

Uns erreichten keine weiteren Wandersichtungen. Ein weiterer Totfund von einem Schwanzlurch in Schleswig-Holstein wurde gemeldet. Bis Mitte der Woche steigen die nächtlichen Temperaturen wieder, sodass mit einer weiteren Wanderaktivität in milden Regionen gerechnet werden kann. Die große Wanderwelle ist aber noch nicht in Sicht und vorhersagbar. Gegen Ende der Woche fallen die nächtlichen Temperaturen laut Wetterdienst bundesweit wieder um einige Grade, in manchen Regionen wieder bis fast an den Gefrierpunkt, sodass auch die bisherigen Einzelmeldung vermutlich wieder ins Stocken geraten werden.

26.02.2012:

Aufgrund sinkender Temperaturen sind die Meldungen wieder etwas ins Stocken geraten. Vereinzelte Meldungen von Teichmolchen und Erdkröten aus Niedersachsen. Die Anzahl der gemeldeten Straßenopfer stieg auf 149.

Die nächtlichen Temperaturen lassen die Wanderungen stocken. Ab Dienstag werden die Bedingungen laut Wetterdienst in vielen Teilen Deutschland wieder besser, sodass ab Mitte der Woche mit einer ansteigenden Wanderaktivität gerechnet werden kann.

24.02.2012:

Das Kältehoch "Cooper" hat Deutschland vor ein paar Tagen verlassen, mildere Temperaturen locken die ersten Amphibien aus ihren Winterquartieren, so wurden bereits die ersten Erdkröten in Niedersachsen in Oldenburg entdeckt. Darunter leider auch schon überfahrene Individuen, die dieses Jahr unter "Erdkrötenopfer" gemeldet werden sollen.

Der erste weibliche Teichmolch wurde vergangenen Abend in Braunschweig (NS) gesichtet. Weitere vereinzelte Teichmolche, Grasfrösche und Erdkröten in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Besonders bemerkenswert war ein Fund von mehreren Springfröschen bereits im Januar in der Rheinebene, unmittelbar vor dem Kälteeinbruch.

Die aktuellen Wettervorhersagen sind weiterhin unbeständig, sodass in den nächsten Tagen noch nicht mit einer erhöhten Wanderaktivität gerechnet werden kann. Langsam zunehmende Sichtungen in milden Lagen sind dennoch möglich.

Bereits am ersten Wandertag wurden uns schon 145 überfahrene Erdkröten neben verschiedenen Begleitarten gemeldet.

Auch dieses Jahr bitten wir darum betreute Amphibienschutzzäune in unserer Zaundatenbank einzutragen und zu aktualisieren.


Aufruf zur Meldung von Straßenopfern

Die Erdkröte zählt zwar zu den häufigsten Amphibienarten in Deutschland. Allerdings wird sie bereits im Bundesnaturschutzgesetz als besonders geschützte Art aufgeführt und die Bestände sind durch verschiedenste Gefährdungsfaktoren rückläufig. Größte Gefahr liegt in der Lebensraumzerschneidung durch Straßen, wo unzählige Erdkröten jedes Jahr auf ihrer Laichwanderung ihr Leben verlieren.

Der NABU Bundesfachausschuss startet einen Meldeaufruf, um einen Überblick über die tatsächliche Anzahl der vermutlich tausend Straßenopfer zu ermitteln. Hierfür steht auf der Seite unter www.amphibienschutz.de/opfer/strassenopfer.html ein Meldeformular bereit, das auch mit Iphone und weiteren Smartphones aufgerufen und ausgefüllt werden kann. Um ein möglichst genaues bundesweites Ergebnis zu erhalten, bittet der NABU Bundesfachausschuss jeden um Mithilfe, der überfahrene Erdkröten sieht, diese zu zählen und anschließend zu melden.

Im Rahmen der Aktion ‚Lurch des Jahres’ 2012 möchte der NABU Bundesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik (Amphibien, Reptilien und Fische) ermitteln, wie viele Erdkröten in einer Laichperiode auf ihren traditionellen Wanderungen auf den Straßen sterben müssen. Zum Sinn der bundesweiten Aktion teilte Sascha Schleich, Sprecher des NABU Bundesfachausschusses, mit: „Mit einer aussagekräftigen Straßenopferanzahl kann der NABU nicht nur die Behörden zu erhöhten Anstrengungen im Amphibienschutz an Straßen auffordern, sondern auch seine eigenen Aktivitäten lenken!“

Zum Meldeformular: *hier klicken*


Internationale Fachtagung 2012

Die Erdkröte (bufo bufo) - Biologie, Ökologie, Systematik und der Stand der Dinge im Amphibienschutz an Straßen

vom 08. bis 11. November 2012
im Haus der Natur in Salzburg, Österreich

Veranstalter:

Die AG Feldherpetologie und Artenschutz der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) - und die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) in Zusammenarbeit mit dem „Haus der Natur“ (Museum für Natur und Technik) in Salzburg und dem NABU-Bundesfachausschuss Feldherpetologie & Ichthyofaunistik.

Tagungssprache : Deutsch

Die ausnahmsweise dreitägige Tagung zum „Lurch des Jahres 2012“ findet vom 09. – 11. November 2012 im Haus der Natur in Salzburg in Österreich statt, mit Anreisemöglichkeit am 8.11. (Begrüßungsabend, gemütliches Zusammensein).

Im Mittelpunkt des ersten Tagungstages steht der Amphibienschutz an Straßen mit einer Busexkursion zu verschiedenen Schutzanlagen. Der Samstag und der Sonntagvormittag wird dem Themenkomplex: Biologie, Ökologie, Systematik der Erdkröte, Langzeitstudien an Erdkröten-Populationen, der Darstellungen von überregional bedeutsamen Schutzanlagen und Schutzkombinationen, einzelnen Fragestellungen zu Schutz und Pflege von Erdkrötenlebensräumen und der Situation der Erdkröte in Deutschland, Österreich und der Schweiz (ggf. nur unterteilt in z.B. Nord- oder Süddeutschland) sowie weiteren Fragestellungen gewidmet.

weitere Infos und Anmeldung unter: Tagung 2012


Die Erdkröte - Lurch des Jahres 2012

(Bufo bufo)


Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e. V. (DGHT) hat für das nächste Jahr zum siebten Mal ein „Tier des Jahres“ gewählt.



Unterstützt wird diese Aktion der DGHT von den österreichischen und schweizerischen Fachverbänden ÖGH und KARCH sowie vom NABU Bundesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik. Weitere Informationen über die Erdkröte finden Sie in unserem Artportrait, sowie auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. unter: www.dght.de.

Aktionsmaterialien:

Flyer

Poster

Leitfaden


Internationale Fachtagung

„Verbreitung, Ökologie und Schutz der Mauereidechse (Podarcis muralis) – Reptil des Jahres 2011“

Die letztjährige Internationale Fachtagung fand am Samstag den 19. und Sonntag den 20. November 2011 im Salmen (Lange Straße 52) in Offenburg, Baden-Württemberg statt.

Veranstalter waren die DGHT-AG Feldherpetologie in Zusammenarbeit mit dem NABU-Bundesfachausschuss Feldherpetologie/Ichthyofaunistik, der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, der Stadt Offenburg und der Arbeitsgruppe Amphibien-Reptilien Biotop-Schutz Baden-Württemberg (ABS).

Das Tagungsprogramm und die Zusammenfassungen finden Sie hier.



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