Leider erhalten wir derzeit auch viele Meldungen von überfahrenen Amphibien, da die meisten Schutzzäune aufgrund des raschen Wetterumschwungs noch nicht aufgestellt wurden. Selbst wenn die Amphibien nicht von den Reifen "erwischt" werden, kann ein überfahren von Autos mit Gewschwindigkeiten von über 30 km/h durch die Luftverwirbelung tödlich verlaufen.
TIPP:
Veröffentlichen Sie einen Artikel über die "anstehende" Amphibienwanderung bei Ihrer örtlichen Presse. Solch ein Artikel kann über Allgemeines der Wanderung berichten, die regional vorkommenden Arten vorstellen und einen Aufruf an die Autofahrer beinhalten, der auf die betroffenen Straßen hinweist und darum bittet solche Straßen zumeiden bzw. auf die Geschwindigkeit zu achten. Gerne stellen wir Ihnen auch kostenlos entsprechende Bilder für einen Presseartikel zur Verfügung. Durch einen Presseartikel finden Sie vielleicht auch weitere Helfer für die Schutzzäune. Einige Menschen sind vielleicht interessiert zu helfen, haben aber keine Kontaktadressen. Weiterhin kann man auch Schulen ansprechen oder Anfragen.
Anfragen zu weiteren Informationen oder Bilder unter info@amphibienschutz.de
Sonntag den 28.02.2010:
Weitere Meldungen von Grasfröschen und Erdkröten aus den Landkreisen Heilbronn und Birkenfeld sowie aus dem Koblenzer Raum.
ACHTUNG! Bitte meiden Sie am Sonntag bewaldete Gebiete, hier ist besondere Vorsicht geboten! Der Sturm "Xynthia" erreicht am Sonntag den Westen und Südwesten von Deutschland. Im Laufe des Tages sei mit Sturmböen, orkanartigen Böen und in freien Lagen auch mit Orkanböen (Windstärke 12, mehr als 118 Kilometer pro Stunde) zu rechnen, laut dem Deutschen Wetterdienst. Gegen Abend soll der Höhepunktes von Xynthia erreicht werden.
Es ist also besondere Vorsicht am Schutzzaun geboten, vorallem wenn Bäume oder leichte "flugfähige" Gegenstände in der Nähe stehen. Wälder sollten ganz gemieden werden!
Am Montag wird das Sturmtief leicht abgeschwächt den Norden/Osten Deutschlands erreichen.
Wenn der Sturm vorbei gezogen ist, sollten alle Schutzzäune kontrolliert werden um eventuelle Schäden durch daraufgefallene Äste, Bäume oder Gegenstände zu reparieren.
Für Anfang nächste Woche ist in vielen Teilen Deutschlands mit einer Wanderpause aufgrund der fallenden Temperaturen zu rechnen. Das wird dann voraussichtlich die Ruhe vor dem Sturm bzw. dem großen RUN sein, mit dem Mitte März gerechnet werden kann! Laut der jetzigen Wettervorhersage kann man sich ab dem 13-15.03.2010 in vielen Teilen Deutschlands auf den großen RUN vorbereiten. Der Norden Deutschlands wird wohl noch etwas warten müssen.
Montag den 01.03.2010:
Mittlerweile wurden auch bei Oberhausen die ersten Erdkröten gesichtet. Auf einer Rheininsel bei Karlsruhe haben am Samstag die ersten Springfrösche abgelaicht. Weitere Meldungen von vereinzelten Erdkröten aus dem westlichen Niedersachsen.
Montag den 15.03.2010:
02.03.-12.03.2010 aufgrund der frostigen Nächte - deutschlandweite Wanderpause.
Ab dem 13.03. sind die Nacht-Temperaturen wieder gestiegen und somit hat auch die wanderbereitsschaft einiger Amphibien wieder begonnen. Meldungen von Moorfröschen aus Bernau/Brandenburg, weitere Springfrösche im baden-württembergischen Enzkreis sowie im Pierer Wald, Teichmolche im Raum Düren und Kamener Galgenberg, Erdkröten in Karlstein und im Saarpfalz-Kreis. Für die nächsten Tage ist mit einem weiteren Anstieg der Temperaturen zu rechnen und somit auch mit einer verstärkten Wanderungsbereitschaft, verstärkt durch nächtliche Niederschläge könnte dies nun für die Erdkröten ausreichen im Laufe dieser Woche in vielen Teilen Deutschlands die Wanderung zu den Laichgewässern wieder aufzunehmen. Da die Wetterprognosen für die nächsten Wochen noch recht schwer einzuschätzen sind, kann man gespannt sein ob nun der große RUN beginnt. In vielen Teilen Deutschland sind bereits die Schutzzäune aufgebaut und die Betreuer stehen in den Startlöchern.
Donnerstag den 18.03.2010:
Aufgrund des milden Wetters in den letzten Tagen hat die Amphibienwanderung wieder eingesetzt, vorallem im Westen Deutschland. Meldungen von Fadenmolchen aus Trippstadt, Grasfrösche in Idar-Oberstein, Vollmersbach und Göttschied sowie vereinzelte Meldungen von Erdkröten. Weitere Laichballen vom Springfrosch im Karlsruher Raum sowie im Raum Neustadt/Weinstraße. Für das kommende Wochenende ist mit einer verstärkten Wanderbereitschaft der Amphibien zu rechnen.
Dienstag den 23.03.2010:
Der große RUN hat begonnen
Das Wochenende brachte mit milden Regenwetter vielerorts für die Schutzzaunbetreuer volle Eimer. Im Westen und Süden hatte nun die Wanderung bis zum Dienstag Ihren Höhepunkt erreicht. Vielerorts ist nun die Wanderung im Westen fast abgeschlossen. Gras- und Springfrosch haben in den meisten westl. Regionen schon abgelaicht. Die Erdkröten haben die Gewässer erreicht, so dass in den nächsten Tagen auch dort das Ablaichen erwartet wird. Aber auch in den nördlichen Bundesländern wanderten die Amphibien zu Ihren Laichgewässern, so z.B. Meldungen von Erdkröte, Moorfrosch, Teichfrosch, Teichmolch, Kammmolch und Knoblauchkröte aus Brandenburg. Wir erhielten in den letzten Tagen bundesweite Meldungen. Leider erhielten wir auch Meldungen über nicht aufgestellte Zäune, so dass vielerots auch wieder unzählige Amphibien überfahren wurden.
Donnerstag den 01.04.2010:
Inzwischen hat nun die Wanderung deutschlandweit eingesetzt. Die ersten Erdkröten wurden bereits auf der Rückwanderung beobachtet, gerade in den wärmeren Lagen des Westen und in der Mitte Deutschland ist die Wanderung so gut wie abgeschlossen. In den südlichen Bundesländern hält dagegen das Wetter stand und somit läuft die Wanderung noch in vollen Zügen. Im Norden zeigen sich bereits die ersten "Blaumänner". Dort sind nun die Moorfrösche am balzen. Für nur wenige Tage während der Laichzeit färben sich die männlichen Moorfrösche komplett blau. Bei den männlichen Grasfröschen färbt sich dagegen nur die Kehle und das Umfeld blau. Vielerorts mussten aufgrund von Gegenverkehr (hin- und gleichzeitig rückwandernte Erdkröten) die Zäune teilweise wieder geöffnet werden.
Samstag den 10.04.2010:
Aufgrund der anhaltenden milden Temperaturen und des fühlbaren Frühling ist die Krötenwanderung (Hinwanderung zum Laichgewässer) fast abgeschlossen. Vereinzelte Meldungen erhalten wir noch von Hinwanderen aus den nördlichen und südlichen Bundesländern. Nun erhalten wir verstärkt Meldungen von den Rückwanderen, also den Amphibien die bereits abgelaicht haben und nun die Laichgewässer verlassen um sich wieder in die Landhabitate zurück ziehen. Nicht nur die Frühlaicher sind mittlerweile aktiv, sondern fast das gesamte Artenspektrum. In Rheinland-Pfalz sind so z.B. die ersten Grünfrösche in den Gewässern sowie Gelbbauchunke, Wechselkröte, Knoblauchkröte, Berg-, Teich- und Fadenmolch. In Gewässernähe sind schon vereinzelte Geburtshelferkröten, Laubfrösche und Kreuzkröten anzutreffen. Nicht nur die Amphibiensaison hat begonnen sondern auch die Reptilien sind schon sehr aktiv, so konnten wir in Rheinland-Pfalz Mauereidechsen, Westliche Smaragdeidechsen, Zauneidechsen, Waldeidechsen, Glattnattern, Ringelnattern und Würfelnattern feststellen.
An dieser Stelle möchten wir die Zaunbetreuer bitten, die aktuellen Zaundaten zu aktualisieren. Es können auch die Daten der vergangenen Jahre sowie noch nicht eingetragene und neue Zäune in der Schutzzaundatenbank erfasst werden.
Hier kommen Sie zur Schutzzaundatenbank